Pflege-Riester

Jeder Bürger in Deutschland soll stärker privat für den Pflegefall vorsorgen. Dazu wurde der private Pflege-Riester ab 2013 eingeführt. Der Mindesteigenbeitrag liegt bei 10 Euro im Monat. Der Staat steuert 5 Euro monatlich dazu.

Der demographische Wandel in Deutschland macht eine stärkere private Finanzierung von Vorsorgerisiken erforderlich. Mit dem Pflege-Riester wird eine private, kapitalgedeckte Pflegezusatzversicherung ab 2013 eingeführt. Jeder gesetzlich und privat Krankenversicherte hat das Recht, einen Pflegevertrag abzuschließen und die Zulage von 5 Euro im Monat zu erhalten. Die Eckpunkte für den Pflegetarif sind im Pflege-Neuausrichtungsgesetz (PNG) geregelt. Zu den Voraussetzungen zählen:

  • Der Pflegetarif muss als Unisex-Tarif kalkuliert sein, d.h. es gelten geschlechtsunabhängige Prämien.
  • Der Kunde muss mindestens 10 Euro pro Monat als Eigenbeitrag leisten. Die Zulage von 5 Euro im Monat kommt hinzu.
  • Für jeden Antragsteller gilt ein Kontrahierungszwang, d.h. eine Ablehnung aus gesundheitlichen Gründen darf nicht erfolgen. 
  • Kein Versicherer darf einen Leistungsausschluss oder Beitragszuschlag erheben.
  • Es erfolgt keine steuerliche Förderung der Beiträge.
  • Der Versicherungsschutz muss die Inflation auffangen und eine Dynamik enthalten. 
  • Es gilt eine Wartezeit von 5 Jahren
  • Keine Pflegebedürftigkeit beim Antragsteller. 

Für den Pflege-Riester gelten brancheneinheitliche Allgemeine Geschäftsbedingungen.