Bemessungsgrenze Krankenversicherung

In Deutschland legt die Bemessungsgrenze zur Krankenversicherung den Maximalbetrag fest, bis zu dem Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) gezahlt werden müssen. Gleichzeitig wird durch die BBG auch der Maximalbeitrag für den PKV-Basistarif bestimmt. 

Bis 2003 lag die Bemessungsgrenze in der Krankenversicherung auf demselben Niveau wie die Versicherungspflichtgrenze. Seitdem liegt die Entgeltgrenze für die Pflicht-Mitgliedschaft in der GKV oberhalb der Bemessungsgrenze. Die BBG ist der Wert in der Sozialversicherung, bis zu dem Beiträge an die gesetzliche Krankenkasse abgeführt werden müssen. Wer mit seinem Bruttoeinkommen oberhalb dieses Wertes liegt, muss keine Beiträge mehr abführen. Die Bemessungsgrenze wird in jedem Jahr der aktuellen Lohn- und Gehaltsentwicklung angepasst und steigt demzufolge grundsätzlich an.

Durch die Bemessungsgrenze ist die Belastung von Familien unterschiedlich, je nachdem, ob ein oder beide Ehepartner arbeiten. Durch die beitragsfreie Familienversicherung sind der nicht arbeitende Ehepartner und Kinder ohne zusätzlichen Beitrag mitversichert, während bei zwei erwerbstätigen Ehepartnern zwei Beiträge an die GKV anfallen.

Die Bemessungsgrenze hat auch Auswirkungen auf die private Krankenversicherung (PKV), weil sich der Höchstbeitrag für den Basistarif an dem gesetzlichen Höchstbeitrag orientiert. 2018 liegt die monatliche Bemessungsgrenze bei 4.425 EUR, der jährliche Wert liegt bei 53.100 EUR. 

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