Höchstsatz PKV

Ärztliche Leistungen werden in der privaten Krankenversicherung über die Gebührenordnung für Ärzte bzw. Zahnärzte abgerechnet. Bei erhöhten Aufwand können Mediziner bis zum Höchstsatz abrechnen. 

Für jede ärztliche Rechnung bilden die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) und die Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ). Die darin aufgeführten Leistungen sind mit einem Euro-Wert versehen, den 1,0-fachen Faktor darstellt. Grundsätzlich werden die Leistungen für Privatversicherte mit dem Regelhöchstsatz abgerechnet. Allerdings kann es sein, dass dieser Wert bei zeitaufwändigen Behandlungen und komplizierten Operationen nicht ausreicht. Der Arzt kann in diesem Fall sogar bis zum Höchstsatz der Gebührenordnung abrechnen. Dabei sind folgende Maximalsätze vorgesehen:

  • persönliche Leistungen: 3,5-facher Satz 
  • medizinisch-technische Leistungen: 2,5-facher Satz
  • Laborleistungen: 1,3-facher Satz

Jeder Satz, der den Regelhöchstsatz übersteigt, muss vom Arzt oder Zahnarzt auf der Rechnung schriftlich begründet werden (z.B. "erhöhter Zeitaufwand wegen beengten Platzverhältnissen").

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