Abrechnungssätze PKV

In der privaten Krankenversicherung (PKV) erhält jeder Patient nach einem Arztbesuch eine Rechnung. Anders als in der gesetzlichen Krankenkasse rechnet der Arzt direkt mit dem Versicherten ab. Grundlage bildet die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) bzw. Zahnärzte (GOZ).

Das Abrechnungsprinzip in der PKV unterscheidet sich fundamental von dem der gesetzlichen Kassen. Jeder Arzt kann bei einem Privatversicherten leistungsgerecht nach Aufwand abrechnen. Grundlage der Ärzterechnung bilden die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) sowie die Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ). Dort ist geregelt, welche Leistungen in welcher Höhe abgerechnet werden können. grundsätzlich wird zwischen folgenden Abrechnungssätzen in der PKV unterschieden:

Regelhöchstsatz

  • persönliche Leistungen: 2,3-facher Satz 
  • medizinisch-technische Leistungen: 1,8-facher Satz
  • Laborleistungen: 1,15-facher Satz

Der Regelhöchstsatz darf vom Behandler ohne besondere Begründung angewendet werden. Damit können Ärzte im Verglich zum Kassenpatienten für identische Leistungen deutlich mehr abrechnen.

Höchstsatz

  • persönliche Leistungen: 3,5-facher Satz 
  • medizinisch-technische Leistungen: 2,5-facher Satz
  • Laborleistungen: 1,3-facher Satz

Die Abrechnungssätze werden auch Steigerungsfaktoren genannt. Jeder Satz, der den Regelhöchstsatz übersteigt, muss vom Arzt oder Zahnarzt auf der Rechnung schriftlich begründet werden (z.B. "erhöhter Zeitaufwand wegen beengten Platzverhältnissen").