Drei-Jahres-Wechselfrist

Von 2007 bis 2010 galt eine besondere Wechselregelung zum Übertritt aus der gesetzlichen in die private Krankenversicherung. Mit der Gesundheitsreform 2010 wurde die Drei-Jahres-Wechselfrist jedoch wieder abgeschafft.

Um den Verlust zahlungskräftiger Kunden für die gesetzlichen Krankenkassen zu verringern, wurde im Jahr 2007 eine spezielle Regelung für Arbeitnehmer eingeführt. Arbeitnehmer wurden erst versicherungsfrei in der GKV, wenn das regelmäßige Jahresarbeitsentgelt die Versicherungspflichtgrenze an drei aufeinander folgenden Stichtagen übertraf. Damit wurde der PKV-Wechsel vor allem für Berufsanfänger unmöglich. Damit konnten vor allem junge und gesunde Besserverdienende in der gesetzlichen Krankenversicherung gehalten werden.

Arbeitnehmer, die noch nicht die 3-Jahres-Wechselfrist erfüllt haben, bleiben versicherungsfrei, wenn sie am 2. Februar 2007 privat versichert waren oder ihre Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung gekündigt haben, um in die PKV zu wechseln.

Das Inkrafttreten der 3-Jahres-Wechselfrist zum 2. Februar 2007 war bindend. Mit der Gesundheitsreform 2010 wurde die 3-Jahres-Wechselfrist zum 1. Januar 2011 wieder abgeschafft. Seitdem ist für den Übertritt in die PKV ein einmaliger Verdienst oberhalb der Einkommensgrenze ausreichend. Damit kommen vor allem Berufsstarter in den Genuss eines früheren PKV-Wechsels.

Erstinformation - Erstinformationen für Versicherungsmakler gemäß § 11 VersVermV lesen und herunterladen.