Gesellschafter-Geschäftsführer Krankenversicherung

Wenn ein Gesellschafter-Geschäftsführer seine Krankenversicherung selbst bestimmen will, muss als Voraussetzung dafür Selbstständigkeit vorliegen. Dann darf man zwischen PKV und gesetzlicher Versicherung wählen. Besteht lediglich ein Angestelltenverhältnis und Einkommen unter der Krankenversicherungspflichtgrenze, dann ist man automatisch Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse.

Bei einer Geschäftsführer- und Gesellschaftertätigkeit in einer GmbH kann es zu einer Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung kommen. Eine Rolle spielt neben der jeweiligen Unternehmensform dabei immer auch die tatsächlich ausgeübte Tätigkeit und die Stellung des Gesellschafters. Ob es zu einer Versicherungspflicht kommt oder ob Versicherungsfreiheit besteht, muss die Einzelfallprüfung zeigen. Die Krankenkasse wird für GGF dann zur Pflichtversicherung, wenn im Geschäftsführervertrag aufgeführt ist, dass das Jahresarbeitsentgelt eine gesetzliche Einkommensgrenze nicht übersteigt.

Wenn die Prüfung der Versicherungspflicht ergibt, dass es sich um eine Tätigkeit im Sinne der Selbstständigkeit handelt, muss beziehungsweise kann der Gesellschafter-Geschäftsführer eine Krankenversicherung in der PKV abschließen. Die GmbH kann die Statusfeststellung ihrer Führungskräfte bei der zuständigen Krankenkasse beantragen. Eindeutig sind die Versicherungsfreiheit und die Wahlmöglichkeit für die PKV, wenn das Einkommen der Gesellschafter-Geschäftsführer oberhalb der Krankenversicherungspflichtgrenze liegt.