Negativliste für Hilfsmittel

Die Negativliste für Hilfsmittel trat am 1. Januar 1990 für die gesetzlichen Krankenkassen in Kraft, um die Kosten für Hilfsmittel zu dämpfen. Auch die PKV zieht diese Liste als Entscheidungshilfe heran.

Die privaten Krankenversicherungen unterliegen wie die gesetzlichen Krankenkassen dem Gebot der Ökonomie. Mit der Negativliste für Hilfsmittel wird seit dem 1. Januar 1990 die Wirtschaftlichkeit der Krankenkassen unterstützt. Ursprünglich wurde die Negativliste für Hilfsmittel für die gesetzlichen Krankenkassen erlassen. Da aber auch die privaten Krankenversicherungen wirtschaftlich arbeiten müssen, ziehen private Krankenversicherungen die Liste ebenfalls zur Entscheidungshilfe bei der Kostenübernahme für Hilfsmittel heran.

Dazu gehören zum Beispiel Hilfsmittel, deren Nutzen umstritten ist. Kompressionsstücke, Handgelenksmanschetten und Handgelenksriemen werden beispielsweise nicht mehr übernommen, da deren Wirksamkeit nicht ausreichend bewiesen werden kann. Auch Hilfsmittel, deren Preis gering ist, wie z. B. Alkoholtupfer, Armtragegurte, Augenklappen, Brillenetuis, müssen selbst finanziert werden.

Die Negativliste für Hilfsmittel, deren Kosten von den Krankenkassen nicht mehr getragen werden, wird permanent überarbeitet.