Eigenkapitalquote PKV

An die Eigenkapitalquote einer PKV sind aus gesetzlicher Sicht spezielle Anforderungen gestellt. Die Quote muss mindestens so hoch sein, dass auch kurzfristig eintretende höhere Verpflichtungen übernommen werden können. Gleichzeitig sollen Verluste für Unternehmen und Versicherte gering gehalten werden.

Die Kennzahl der Eigenkapitalquote einer PKV gibt als betriebswirtschaftliche Größe an, wie viel ein Unternehmen an eigenen Finanzmitteln zum Ausgleich kurzfristiger Verluste zur Verfügung hat. Das Eigenkapital bildet zusammen mit der Dividende den betrieblichen Jahresüberschuss. Aufgrund der Regelungen des Versicherungsaufsichtsgesetzes (§ 53c VAG) muss ein privater Krankenversicherer dafür sorgen, dass in ausreichender Höhe Eigenkapital gebildet wird. Das ist erforderlich, um alle vertraglichen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können.

Die Eigenkapitalquote einer PKV ist Ausdruck der Solvabilität des Unternehmens. Damit wird angezeigt, ob der Versicherer in der Lage ist, jederzeit höhere Verpflichtungen zu bezahlen. Die Bewertung der Eigenkapitalquote wird zum einen durch die gesetzlichen Regelungen bestimmt. Andererseits sind auch betriebswirtschaftliche Interessen zu berücksichtigen. Eine Quote unter 5 Prozent wird allgemein als problematisch angesehen. Aus unternehmerischer Sicht folgt einer Eigenkapitalerhöhung eine gesonderte Steuerzahlung. Dieses Geld geht sowohl Versicherten als auch Unternehmen verloren.

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