Delegationsverfahren

Beim Delegationsverfahren überträgt ein behandelnder Arzt eine Reihe von Behandlungsleistungen auf einen Psychotherapeuten. Allerdings greift hier die in der privaten Krankenversicherung sonst übliche freie Wahl von behandelnden Personen (Arzt, Zahnarzt, Heilpraktiker) nicht.

Der Begriff Delegation bedeutet in der Krankenversicherung die Übertragung von bestimmten Behandlungsleistungen auf eine nichtärztliche Berufsgruppe. Kommt ein Delegationsverfahren in der Psychotherapie zur Anwendung, überträgt ein Arzt einem Psychotherapeuten die psychologische Behandlung. Zu den Voraussetzungen für ein Delegationsverfahren gehört vor Behandlungsbeginn die Feststellung der medizinischen Notwendigkeit einer Psychotherapie durch einen Arzt. Therapeut und Arzt arbeiten Hand in Hand bei der Therapieempfehlung sowie dem Festlegen eines Behandlungsumfanges.

Therapieformen wären beispielsweise Hypnose, Gesprächstherapien, Tiefentherapien oder Gruppentherapien. Das Delegationsverfahren spielt in einer privaten Krankenversicherung die gleiche Rolle wie in der Gesetzlichen. Im Rahmen einer Psychotherapie bei einem Psychologen hat der Privatversicherte kein freies Wahlrecht über den Therapeuten. Möchte sich ein privat Krankenversicherter in psychologische Behandlung begeben, muss er sich vorher bei einem Arzt dem Delegationsverfahren unterziehen. Geregelt ist das Verfahren in den Bestimmungen der Psychotherapie-Richtlinien.