Aufrechnung der PKV

Ein Versicherungsnehmer kann nur dann eine Aufrechnung bei der PKV vornehmen, wenn dessen Gegenforderung für rechtskräftig befunden wurde oder einwandfrei nachweisbar ist. Ist die Gegenforderung nur subjektiv, darf eine Aufrechnung nicht erfolgen.

Die Aufrechnung ist ein Begriff aus dem Schuldrecht. Eine Aufrechnung bei der PKV beruht auf diesem Prinzip, denn auch bei der privaten Krankenversicherung wird eine Forderung durch eine Gegenforderung aufgehoben. Die Forderungen müssen dabei gleichartig sein und sich durch ein Gegenseitigkeitsverhältnis auszeichnen. Allerdings liegt eine Aufrechnung bei der PKV durch den Versicherungsnehmer nur dann im Bereich des Möglichen, wenn die Gegenforderung des Versicherungsnehmers einwandfrei bewiesen ist.

Eine Gegenforderung des Versicherungsnehmers, die nur subjektiv begründet ist, wird bei einer Aufrechnung der Forderungen nicht berücksichtigt. Nach dem Versicherungsaufsichtsgesetz § 26 ist es für einen Versicherungsnehmer nicht möglich, bei Beitragserhöhungen oder Beitragszahlungen gegen die Forderungen der privaten Krankenversicherung aufzurechnen. Das bedeutet, dass es keine Möglichkeit gibt, Beitragsforderungen der Versicherungsgesellschaft mit den finanziellen Vorleistungen des Versicherungsnehmers zu verrechnen.

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