Mahnverfahren

Das Mahnverfahren muss ein privates Krankenversicherungsunternehmen immer dann durchführen, wenn Versicherte ihre Prämien nicht wie vereinbart bezahlen und der Versicherer in die generelle Leistungsfreiheit eintreten möchte. Nach einem erfolglosen Verfahren erfolgt die fristlose Kündigung.

Die private Krankenversicherung verspricht nach Vertragsabschluss für die medizinischen Behandlungskosten aufzukommen. Der Versicherungsnehmer verpflichtet sich gleichzeitig, die Beiträge bis zum vereinbarten Zahlungstermin zu bezahlen. Bei vereinbarter monatlicher Zahlungsweise werden Zahlungen meist durch einen erteilten Abbuchungsauftrag durch die Versicherungsgesellschaft durchgeführt. Werden vom Versicherten quartalsweise, halbjährliche oder jährliche Zahlungsintervalle gewählt, überweist er den Beitrag in der Regel selbst an seinen Versicherer.

Bei Nicht-Nachkommen der Pflicht zur Beitragszahlung für die private Krankenversicherung gerät das Mitglied in einen sogenannten Beitragsrückstand. Das hat zur Folge, dass es entweder gleich oder nach bestimmter Zeit einen Großteil seines Versicherungsschutzes verlieren. Eine generelle Leistungsfreiheit tritt erst in Kraft, wenn der Krankenversicherer das Mahnverfahren einleitet. Ein qualifiziertes Mahnverfahren gemäß § 39 Versicherungsvertragsgesetz beginnt mit einem Mahnschreiben durch den Versicherer. Werden Mahnungen ignoriert und Beiträge weiterhin nicht bezahlt, folgt die fristlose Kündigung.

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