Ärztekammer

Eine Ärztekammer als berufsständisches Verwaltungsorgan besteht allgemein in jedem der 16 deutschen Bundesländer. Eine Ausnahme bilden die Ärztevertretungen in Nordrhein-Westfalen, wo es aufgrund der Trennung in Nordrhein und Westfalen-Lippe zwei Ärzteverwaltungen gibt.

Die Ärztekammer bildet die berufsständische Selbstverwaltung der deutschen Ärzte in einem Bundesland. Trotz 16 bestehender deutscher Bundesländer gibt es eine 17. Ärztekammer. Diese kommt durch die Aufteilung der Ärztekammer in NRW, nämlich in Nordrhein und Westfalen-Lippe zustande.

Zusammengeschlossen sind alle Kammern der Länder in der Bundesärztekammer. Deren höchstes Gremium ist die Mitgliederversammlung auf dem Ärztetag. Die Aufgaben der Ärztekammern regeln spezielle Kammergesetze (Gesetze der Bundesländer). Im Allgemeinen umfassen die Aufgaben einer Ärztekammer das Entwickeln von Satzungen (Satzung, Berufsordnung, Weiterbildungsordnung), das Abnehmen von Facharztprüfungen sowie das Überwachen der Berufsausübung der Ärzte.

Eine andere Aufgabe ist die Vermittlung bei Streitigkeiten zwischen Arzt und Patient oder unter Ärzten. Keine Zuständigkeit ergibt sich für Ärztekammern hinsichtlich der Honorar-Abrechnungen zwischen Ärzten und gesetzlichen Krankenkassen. Dies ist eine Aufgabe der Kassenärztlichen Vereinigungen. In der privaten Krankenversicherung übernimmt die Abrechnung die privatärztliche Verrechnungsstelle.