Krankenversicherungsfreiheit

Die Krankenversicherungsfreiheit (Wahl zwischen einer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung) besteht für einen bestimmten vom Gesetzgeber ausgewählten Personenkreis. Dieser Personenkreis erhält die Wahlmöglichkeit entweder aufgrund seines Berufes oder, weil er ein entsprechendes Einkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze erzielt.

Die freie Wahl der Krankenversicherung hat für die Mehrzahl der Versicherten nur innerhalb ihres jeweiligen gesetzlichen oder privaten Versicherungssystems Bedeutung. Unter dem Vorliegen einer Krankenversicherungsfreiheit ist daher zu verstehen, dass gesetzlich Versicherte nach Eintreten bestimmter Umstände zwischen einem gesetzlichen oder privaten Krankenversicherer wählen können.

Sobald eine Person eine versicherungspflichtige Beschäftigung aufnimmt, wird er automatisch versicherungspflichtig. Ausgenommen sind hier jene, die als Arbeitnehmer oberhalb der Pflichtversicherungsgrenze ihr Einkommen beziehen. Automatisch wirkt eine Krankenversicherungsfreiheit bei bestimmten Personengruppen, die der Gesetzgeber gesondert benannt hat. Zu diesem Personenkreis gehören jene Beamten, Richter und Soldaten, bei denen ein Anspruch auf Beihilfe oder freie Heilfürsorge vorliegt.

Krankenversicherungsfreiheit besteht auch für Selbstständige und Freiberufler sowie Direktstudenten an einer Hochschule. Diese Personen können sich für eine freiwillige Mitgliedschaft bei einer gesetzlichen Krankenkasse oder in die private Krankenversicherung wechseln.

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