Klagefrist PKV

Die Klagefrist einer PKV gibt es seit dem 01.01.2008 nicht mehr. Das geänderte Versicherungsvertragsgesetz hat diese Klausel aufgehoben. Versicherte können ihre Ansprüche bis zum Eintreten einer Verjährung vor Gericht geltend machen.

Bis zum 31.12. 2007 gab es wie bei allen Versicherungsverträgen auch die Klagefrist bei PKV. Wenn ein Versicherer bestimmte Ansprüche auf Versicherungsleistungen teilweise oder vollständig abgelehnt hat und sich dadurch von einer Leistung freistellten wollte, trat dieser Umstand dann ein, wenn der Anspruch vom Versicherten nicht innerhalb von sechs Monaten auf dem Wege der gerichtlichen Klage geltend gemacht wurde. In gleicher Weise wurde mit der Frist zur Klage auch der Gerichtsstand (Ort des Versicherers oder Versicherungsvermittlers) festgelegt.

Die Bestimmung zur Einhaltung der Klagefrist einer PKV gilt unter Umständen noch für Altverträge. Für alle nach dem 01.01.2008 abgeschlossenen Verträge in der privaten Krankenversicherung gibt es keine Klagefrist mehr. Versicherte haben aufgrund des geänderten Versicherungsvertragsgesetzes auch über die sechs Monate hinaus die Möglichkeit, sich gegen eine Nichtzahlung von Forderungen beziehungsweise Ablehnung von Ansprüchen gerichtlich zur Wehr zu setzen.

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