Beitragskalkulation PKV

Die Beitragskalkulation einer PKV hat zum Ziel, Versicherungsverträge zu jedem Zeitpunkt zu erfüllen. Beiträge müssen versicherungstechnische Risiken abdecken und die Kosten für vertragliche Leistungen auch bei einer erhöhten Inanspruchnahme durch die Versicherten sicher stellen.

Die gesetzliche Grundlage der Beitragskalkulation einer PKV bilden mehrere Paragrafen des Versicherungsaufsichtsgesetzes. Dies schreibt unter anderem für die privaten Krankenversicherungsgesellschaften vor, dass sie ihr Geschäft nur mit Altersrückstellungen betreiben dürfen. In Anwendung kommt bei privaten Krankenversicherern ausschließlich das Äquivalenzprinzip. Beiträge und Alterungsrückstellungen müssen im Rahmen der Beitragskalkulation einer PKV zum einen künftig steigende Versicherungsleistungen einkalkulieren und zum anderen mögliche realistische Beitragseinnahmen widerspiegeln.

Verträge müssen auf dieser Grundlage jederzeit erfüllbar sein. Eine Wagnisgerechtigkeit der Beiträge wird unter Berücksichtigung des Eintrittsalters, des individuellen Risikos und des Geschlechts angestrebt. Ein Älterwerden von Versicherten darf nicht automatisch die Erhöhung von Beiträgen begründen. Beiträge werden als Brutto- und Nettobeitrag kalkuliert. Der altersabhängige Nettobeitrag dient der Risikoabdeckung und enthält sowohl Risiko- als auch Sparanteile. Im Bruttobeitrag kommen noch allgemeine Leistungskosten sowie ein Sicherheitszuschlag hinzu.