Formeller Versicherungsbeginn

Ein formeller Versicherungsbeginn muss nicht mit einem Leistungsbeginn zusammenfallen. In der privaten Krankenversicherung ist das dann der Fall, wenn Leistungen einer Krankenvollversicherung erst nach einer Wartefrist von drei Monaten beansprucht werden können.

Ein formeller Versicherungsbeginn ist eine von drei möglichen Formen, die einen Beginn in einer privaten Krankenversicherung bezeichnen. Zunächst erfolgt vom Interessenten die Antragstellung auf Mitgliedschaft bei einem bestimmten Krankenversicherungsunternehmen. Ein formeller Versicherungsbeginn ist danach der Tag, an dem das Vertragsverhältnis tatsächlich zustande kommt. Das Zustandekommen des Versicherungsverhältnisses erfolgt, indem der Antragsteller vom Versicherer die Police ausgehändigt beziehungsweise per Post zugestellt bekommt.

Mittlerweile wird das hier zum Ausdruck kommende Policen-Verfahren oftmals durch das Annahmeverfahren ersetzt. Allerdings nur bei Versicherungsverträgen ohne das Erfordernis einer dreimonatigen Wartezeit. Bei Neuverträgen einer Krankenvollversicherung beginnt eine Leistungspflicht des Krankenversicherers erst nach Ablauf der Frist. Ein Versicherter erhält dann von seiner privaten Krankenversicherung sofort nach der Antragstellung eine Annahmeerklärung. Diese Erklärung bewirkt einen unmittelbar beginnenden Versicherungsschutz. Ein Versicherer kann einem rückwirkenden Versicherungsschutz zustimmen.

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