Beginnverlegung

Wenn ein Versicherter nicht fristgemäß gekündigt und bei einem zweiten Versicherer Versicherungsschutz erhalten hat, kann er die Beginnverlegung für den neuen Vertrag beantragen. Der Beginn des zweiten Vertrages wird in die Zukunft gelegt, bis beim ersten Versicherer rechtmäßig gekündigt wurde.

Wenn im Zusammenhang mit privaten Krankenversicherungen von einer Beginnverlegung gesprochen wird, wird der im Versicherungsvertrag festgelegte Beginn für den gewünschten Versicherungsschutz verlegt. Die Beginnverlegung ist eine spezielle Regelung, die von einigen Voraussetzungen abhängig ist. Im Allgemeinen ist die Verlegung des Versicherungsbeginns auf einen späteren Zeitpunkt die Regel. Den Versicherungsbeginn vorzuverlegen, wird nur in Ausnahmefällen vollzogen. Generell ist es dabei aber nicht möglich, in der Vergangenheit erbrachte beziehungsweise beanspruchte ärztliche Leistungen rückwirkend geltend zu machen.

Oftmals wird eine Beginnverlegung dann beantragt, wenn ein Versicherter einen Kündigungstermin versäumt hat. In einem solchen Fall hat der Versicherungsnehmer neben einem Altvertrag bereits einen weiteren Vertrag bei einer neuen Krankenversicherung abgeschlossen. Der Erstversicherer verweigert jedoch eine Kündigung bei Nichteinhaltung der Kündigungsfrist. Durch den Antrag auf eine Beginnverlegung kann der Versicherte erwirken, dass die zweite PKV erst dann beginnt, wenn der erste Vertrag ordnungsgemäß gekündigt ist.

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