Aussteuerung

Die Aussteuerung hat zur Folge, dass eine Versicherungsleistung der gesetzlichen Krankenversicherung eingestellt wird. Dies ist bei Zahlung von Krankengeld nach 78 Wochen innerhalb eines Jahres der Fall; ein gleicher Versicherungsfall ist dabei die Voraussetzung.

Eine Aussteuerung ist ein Begriff der gesetzlichen Krankenversicherung und bezieht sich auf den Bereich Krankengeldzahlung. Konkret bedeutet dies, dass nach einer bestimmten Leistungsdauer die Versicherungsleistung bei einem bestimmten gleichbleibenden Versicherungsfall eingestellt wird. Der Anspruch auf Krankengeld erlischt in der gesetzlichen Krankenversicherung nach einer Zahlungsdauer von 78 Wochen innerhalb eines Zeitraumes von drei Jahren bezogen auf denselben Versicherungsfall.

Die Aussteuerung erfolgt unabhängig von einer weiterhin bestehenden Arbeitsunfähigkeit oder etwaigen Rentenansprüchen. Ohne eine weitere Absicherung, beispielsweise durch eine Krankentagegeldversicherung, muss die erkrankte Person den Lebensunterhalt aus eigenen finanziellen Mitteln bestreiten oder von der Sozialhilfe leben. Die Krankentagegeldversicherung eines privaten Krankenversicherers kennt eine Aussteuerung nicht.

Krankentagegeld wird so lange gezahlt, wie eine Arbeitsunfähigkeit ärztlich attestiert wird und noch keine Berufsunfähigkeit eingetreten ist. Wenn Krankentagegeld und Krankenvollversicherung beim gleichen Versicherer abgeschlossen sind, muss der Versicherte bei einer mehrmaligen Inanspruchnahme nicht mit der Vertragskündigung rechnen.

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