Außerordentliche Kündigung

Die außerordentliche Kündigung beendet einen Vertrag über eine private Krankenversicherung, wenn der Versicherte nach einer Beitragsanpassung oder Leistungseinschränkung fristgemäß kündigt. Ein Versicherer nutzt diese Kündigungsmöglichkeit, wenn der Versicherte bestimmte vertragliche Vereinbarungen verletzt.

Versicherte, die den Vertrag über eine private Krankenversicherung beenden und zu einem anderen PKV-Unternehmen wechseln möchten, können dies im Allgemeinen unter Einhaltung einer bestimmten Kündigungsfrist tun. Die Kündigungsfrist ist im jeweiligen Vertrag genannt. In einigen Fällen kann der Versicherte eine außerordentliche Kündigung aussprechen. Die außerordentliche Kündigung ist beispielsweise dann rechtmäßig, wenn vom Versicherer eine Anpassung der Beiträge vorgenommen wird. Sowohl höhere Beiträge als auch eine Verminderung von Leistungen sind anzutreffen und führen zum Entstehen eines Sonderkündigungsrechts.

Für die Vertragsbeendigung durch eine außerordentliche Kündigung muss der Versicherte in der Regel die Frist von einem Monat einhalten. Dem Versicherer selbst steht ein ordentliches Kündigen im Rahmen eines Vertrages einer Krankenvollversicherung nicht zu. Außerordentlich kann er seinem Versicherten jedoch dann kündigen, wenn dieser bestimmte Obliegenheitsverletzungen begeht (beispielsweise Verschweigen von Vorerkrankungen).