Antragsmodell

Beim Antragsmodell kommt der Vertrag für eine private Krankenversicherung nach der Policenausstellung und Zusendung zustande. Allein die Unterzeichnung des Antrages bildet die Grundlage eines rechtsgültigen Vertrages. Der Kunde verfügt rechtzeitig vor dem Zustandekommen des Versicherungsvertrages über notwendige vertragsrechtliche Informationen.

Beim Antragsmodell erhält der Kunde vor der Abgabe seiner Vertragserklärung für eine private Krankenversicherung alle notwendigen Unterlagen. Ein vorläufiger Versicherungsschutz kann gewährt werden. Der Kunde unterschreibt den Antrag. Dieser wird policiert und gilt als geschlossen. Das Antragsmodell ist in jeder Beziehung rechtssicher. Der Kunde ist vor Versicherungsbeginn in vollem Umfang informiert. Mit dem Erhalt der Police kommt der Versicherungsvertrag zustande, wodurch sich eine weitere Nacharbeitung erübrigt.

Als Nachteile des Verfahrens gelten, dass das Verkaufsgespräch unter Umständen in zwei oder mehrere Phasen aufgeteilt werden muss. Kunden erhalten dadurch allerdings die nötige Bedenkzeit für das Prüfen der Vertragsinformationen. Aufwendiger gestaltet sich beim Antragsmodell die Bereitstellung der gewünschten Vertragsinformationen. Eine Reihe von individuellen Angebotsdaten entstehen zudem erst im Beratungsverlauf. Kommt es in der Zwischenzeit zu Gesundheitsverschlechterungen oder Gefahrenerhöhungen müssen diese Informationen bis zum Vertragsabschluss nachgereicht werden.