Annahmerichtlinien

In den Annahmerichtlinien der privaten Krankenversicherungen spielen neben Regelungen zum versicherbaren Personenkreis die Gesundheitsfragen eine bedeutende Rolle. Bei bestimmten Vorerkrankungen ist eine Aufnahme in die Krankenvollversicherung nur erschwert (Zuschlagszahlung) oder nicht möglich (Antragsablehnung).

Alle privaten Krankenversicherungsgesellschaften entwickeln unter Beachtung gesetzlicher Regelungen jeweils eigene Annahmerichtlinien. Diese Richtlinien dienen der Steuerung der Versicherungsrisiken und Personen. Zum Inhalt der Annahmerichtlinien der privaten Krankenversicherungen gehören unter anderem die Bestimmung eines versicherten Personenkreises, die allgemeine Versicherungsfähigkeit für Personen mit speziellen Berufsausübungen oder nicht versicherbare Vorerkrankungen.

Die Annahmerichtlinien der Krankenversicherer bestehen im Wesentlichen aus einer Vielzahl von Gesundheitsfragen. Je nach Versicherungsgesellschaft müssen im Antrag für eine Mitgliedschaft zur privaten Krankenvollversicherung bis zu 14 Fragen zum persönlichen Gesundheitszustand beantwortet werden. Besonders Vorerkrankungen führen in der Regel zu Risikozuschlägen oder zur Ablehnung von Anträgen. Beispielsweise hat ein Fehlen von mehr als fünf Zähnen regelmäßig eine Antragsablehnung zur Folge. Eine Nichtangabe vorheriger Erkrankungen durch den Antragsteller stellt eine Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht dar und kann zur sofortigen Kündigung oder Leistungseinstellung führen.