Alkoholklausel

Die Alkoholklausel wird unter anderem in der privaten Krankentagegeldversicherung sowie der privaten Unfallversicherung angewendet. Versicherte, die nach Alkoholmissbrauch bestimmte Versicherungsleistungen wegen einer bestehenden Arbeitsunfähigkeit beantragen, erhalten keine Leistungen. Eine derartige Klausel kennt die gesetzliche Krankenversicherung nicht.

Die Alkoholklausel ist Bestandteil einer Reihe unterschiedlichster Versicherungsverträge. Sie begründet einen Leistungsausschluss in jenen Schadensfällen, die der Versicherungsnehmer unter Einfluss von Alkohol herbeigeführt hat. So findet sich beispielsweise ein Leistungsausschluss in der privaten Unfallversicherung. Dies gilt für alle Unfälle, deren Ursache einem Alkoholmissbrauch zugeschrieben wird. Je nach Versicherungsvertrag sehen die Alkoholklauseln bestimmte Blutalkoholwerte vor, die für ein Vorliegen einer Leistungspflicht vom Versicherungsnehmer nicht überschritten werden dürfen. Für Fahrzeugführer liegt dieser Grenzwert bei 0,8 Promille. Die 1,3-Promille-Marke gilt für alle weiteren Unfälle.

Die Alkoholklausel findet sich gleichfalls in der privaten Krankenversicherung. Hier ist besonders für die Krankentagegeldversicherung geregelt, wann Leistungen bei Vorliegen Arbeitsunfähigkeit aufgrund von Alkoholkonsum ausgeschlossen sind. Bei der gesetzlichen Krankenversicherung gibt es keine anwendbare Alkoholklausel. Krankenkassen bezahlen sämtliche Kosten für Rettungseinsätze bei Vorliegen einer Alkoholintoxikation.

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