Aktuar

Ein Aktuar gehört laut Versicherungsgesetz in jedes private Krankenversicherungsunternehmen. Er muss bestimmte Versicherungs- und Liquiditätsrisiken im Unternehmen bestimmen. Dafür wendet er versicherungsmathematische Berechnungsverfahren an. Ermittlungen von Beitragsanpassungen fallen ebenfalls in seinen Zuständigkeitsbereich.

Ein Aktuar bezeichnet einen Beruf und freiberuflich tätigen Verantwortlichen, dem die Prüfung versicherungstechnischer Angelegenheiten obliegt. Er benötigt für seine Tätigkeit ausreichende Kenntnisse in der Versicherungsmathematik. Eine Prüfung zum Titelerwerb nach einem Mathematikstudium und weiterer adäquater Zusatzausbildungen ist gemäß Ausbildungsverordnung 11 vorgeschrieben. Zugleich wird für seinen Einsatz in der privaten Krankenversicherungswirtschaft eine gewisse Berufserfahrung verlangt.

Ein Aktuar kontrolliert und bewertet die dauernde Erfüllbarkeit der von den Versicherern abgeschlossenen Verträge. Versicherungs- und Liquiditätsrisiken sollen so rechtzeitig aufgezeigt und nach Möglichkeit im Sinne der Versicherten beeinflusst werden. Seit 1994, als es im Versicherungsbereich zur Schaffung des europäischen Binnenmarktes kam, gibt es das Berufsbild Aktuar in Deutschland. Gemäß dem Versicherungsgesetz müssen Aktuare sowohl bei Lebensversicherern als auch bei privaten Krankenversicherern benannt und eingesetzt werden. Insbesondere Beitragsanpassungen und versicherungsmathematische Gutachten fallen in sein Tätigkeitsgebiet.