Nettoverzinsung

Die Nettoverzinsung ist eine wichtige Kenngröße zur Beurteilung der Beitragsstabilität. Sie ist aufgrund der Bindung der Kapitalanlagen an den allgemeinen Finanzmarkt relativen Schwankungen unterworfen. Aus Erträgen sind beitragsentlastende Maßnahmen für die Versicherten finanzierbar.

Im Allgemeinen werden alle Erträge, die ein Versicherungsunternehmen aus den Kapitalanlagen ihrer Mitglieder erzielt, mit der Nettoverzinsung angegeben. Bedeutung erlangt diese Kenngröße davor allem dadurch, dass damit eine langfristige Beitragsstabilität beurteilt werden kann. Die Nettoverzinsung enthält zum einen sämtliche Erträge und zum anderen auch die Aufwendungen aus allen Kapitalanlagen. Berücksichtigung finden ebenso die bei der Kapitalanlage entstandenen Gewinne und sowie in gleicher Weise diejenigen Verluste, welche aus dem Abgang von Anlagekapital zu verzeichnen sind. Zu den Kapitalanlagen, die einbezogen werden, gehören gleichfalls die Abschreibungen auf Investmentanteile, Wertpapiere sowie Grundbesitz.

Wenn ein privater Krankenversicherer für seine Versicherten beitragsentlastende Maßnahmen vornehmen will, müssen diese aus dem Ergebnis der Kapitalanlagen gemäß Versicherungsaufsichtsgesetz finanziert werden. Die Nettoverzinsung kann aufgrund der Bedingungen an den Finanzmärkten relativ starken Schwankungen unterworfen sein.

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