Nachmeldefrist

Kommt es nach der Antragstellung bis zur Vertragsannahme bei einem Antragsteller zu Neuerkrankungen oder Befunden, sind diese aufgrund der wirkenden Nachmeldefrist dem Versicherer unverzüglich schriftlich anzuzeigen. Die Frist ist in den Versicherungsbedingungen geregelt.

Wenn der Versicherungsantrag durch den privaten Krankenversicherer als angenommen gilt, endet für einen Antragsteller die Nachmeldefrist. Das ist spätestens dann der Fall, wenn die Police beziehungsweise die Annahmeerklärung beim Antragsteller eingeht. Bis zu diesem Zeitpunkt muss der Antragsteller Veränderungen seines Gesundheitszustandes dem künftigen Versicherer mitteilen. Als letzter möglicher Termin für eine Nachmeldung gilt der Zeitpunkt, an dem der Versicherungsschein sich in den Händen des Versicherten befindet.

Während der Nachmeldefrist ist der Antragsteller generell verpflichtet, alle versicherungsrelevanten Heilbehandlungen oder Untersuchungen beim Arzt oder in einer Klinik dem Versicherungsunternehmen schriftlich mitzuteilen. Für eine zwischenzeitlich festgestellte Schwangerschaft gilt dies ausdrücklich. Wenn Versicherer eine bestimmte Nachmeldefrist in ihren Versicherungsbedingungen festschreiben, wird dies dem Antragsteller schriftlich mitgeteilt. Wenn es nach Ablauf einer Nachmeldefrist beziehungsweise nach der Annahme des Vertrages zu Erkrankungen kommt, besteht bereits Versicherungsschutz und eine gesonderte Mitteilung entfällt.

Die Nachmeldefrist ist Teil der Gesundheitsprüfung zum Wechsel in die PKV. Neben der Gesundheitsprüfung erfolgt noch eine Bonitätsprüfung.

Erstinformation - Erstinformationen für Versicherungsmakler gemäß § 11 VersVermV lesen und herunterladen.