Kündigungsrücknahme

Eine Kündigungsrücknahme kann nur dann erfolgen, wenn der Versicherte einer privaten Krankenversicherung rechtzeitig, vor Ablauf der regulären Kündigungsfrist, einen entsprechenden Antrag beim Versicherer stellt. Der Versicherer kann dem zustimmen oder die Rücknahme der Kündigung verweigern.

Wenn ein Versicherter seinem Versicherer gekündigt hat, und will diese (ordentliche oder außerordentliche) Kündigung rückgängig machen, stellt er einen Antrag auf Kündigungsrücknahme. Damit der Antrag auf Kündigungsrücknahme Erfolg hat, muss das Schriftstück dem privaten Krankenversicherer noch vor dem Zeitpunkt zugehen, zu dem die ausgesprochene Kündigung unter normalen Umständen wirksam wird.

Nach diesem Zeitpunkt kann einer Rücknahme der Kündigung nicht mehr generell entsprochen werden. Dennoch gibt es mit der Antragstellung auf Wiederinkraftsetzung eine zusätzliche Möglichkeit für den Versicherten, dass seinem Wunsch nach Wiederherstellen des bis dato bestehenden Vertragsverhältnisses entsprochen werden kann. Der Antrag für eine Kündigungsrücknahme muss sich nicht auf den vollständigen Vertrag beziehen. Es ist auch möglich, dies auf bestimmte Vertragsteile zu beschränken. Letztlich kann sich der Versicherer auf seine Vertragsfreiheit berufen und entscheiden, ob er dem Antrag zustimmt oder ablehnt.

Wenn der Versicherer die Kündigungsrüknahme ablehnt, ist eine erneute Gesundheitsprüfung erforderlich. Der PKV-Vertrag kann dann nicht mehr zu den ursprünglichen Konditionen weitergeführt werden.