Nicht erstattungsfähige Arzneimittel

Die Kosten für nicht erstattungsfähige Arzneimittel werden von den gesetzlichen Krankenkassen seit dem Jahre 1991 nicht übernommen. Jedoch erhalten Privatpatienten oftmals die Kosten vieler dieser Arzneimittel von der privaten Krankenkasse erstattet.

Bei den gesetzlichen Krankenkassen wird seit dem Jahre 1991 durch die Verordnung für unwirtschaftliche Arzneimittel zwischen erstattungsfähigen und nicht erstattungsfähigen Arzneimitteln unterschieden. Bei den nicht erstattungsfähigen Arzneimitteln handelt es sich entweder um Medikamente, die aufgrund der Inhaltsstoffe nicht dazu geeignet sind, das Therapieziel zu erreichen oder um Arzneimittel, deren Wirkung bisher nicht nachgewiesen werden konnte. Diese Medikamente werden in einer Negativliste geführt. Zu den nicht erstattungsfähigen Arzneimitteln zählen laut dieser Liste zum Beispiel Nähr- und Stärkungsmittel sowie auch Hygiene- und Kosmetikartikel. Die Verordnung hat für gesetzlich Versicherte zur Folge, dass die Kosten für diese Arzneimittel nicht mehr von den Krankenkassen übernommen werden.

Allerdings gibt es diese Beschränkungen bei der privaten Krankenkasse in der Regel nicht, sodass Privatpatienten viele Medikamentenkosten trotz Negativliste erstattet bekommen. Die Erstattung in der PKV hängt von den Tarifbedingungen ab. Im Zweifel sollte vorab der Versicherer kontaktiert werden.

Erstinformation - Erstinformationen für Versicherungsmakler gemäß § 11 VersVermV lesen und herunterladen.