Gesetzlicher Zuschlag

Ein gesetzlicher Zuschlag ist eine prozentuale Beitragserhöhung, welche von allen Versicherten zwischen 21 und 60 Jahren im Zusammenhang mit der Krankenvollversicherung zu zahlen ist. Dieser Zuschlag dient der Beitragsstabilität im Alter.

Als gesetzlicher Zuschlag wird der Zuschlag auf die Beiträge zur Krankenversicherung bezeichnet. Dieser wurde im Rahmen der Gesundheitsreform im Jahr 2000 eingeführt und soll die Versicherten auch im Alter vor zu hohen Beiträgen schützen. Der Zuschlag muss von Versicherten der privaten Krankenversicherung (PKV) getragen werden. Er gilt jedoch nur für die Krankenvollversicherung und wird daher nicht für Zusatztarife wie Krankenhauszusatzversicherung oder die Tagegeldversicherung erhoben. Auch für die private Pflegepflichtversicherung fällt der Zuschlag nicht an.

Der gesetzliche Zuschlag wird in Höhe von zehn Prozent auf den Krankenversicherungstarif aufgeschlagen und ist direkt mit dem regulären Beitrag zahlbar. Der prozentuale Zuschlag bezieht sich auf den ambulanten, stationären und Zahntarif. Bei einer Anpassung der Beiträge durch die Versicherung würde sich somit auch die Höhe des gesetzlichen Zuschlages erhöhen. Lediglich Versicherte unter 21 und über 60 Jahren müssen diesen Zuschlag nicht bezahlen. Das angesammelte Kapital wird bei Erreichen des 65. Lebensjahres dazu verwendet, notwendige Beitragserhöhungen abzumildern. Im Idealfall müssen die Beiträge nicht mehr erhöht werden. Ab dem 85. Lebensjahr sollen die Beiträge sogar reduziert werden.