Beitragsanpassung PKV

Die Beitragsanpassung PKV ist zum einen die logische Folge von Kostensteigerungen im Gesundheitssektor. Gleichfalls berücksichtigt werden dabei häufige Schäden beziehungsweise die tatsächlich aufgetretenen Krankenkosten der Versicherten. Steigende Versicherungsleistungen müssen von den Versicherten durch erhöhte Beitragszahlungen ausgeglichen werden.

Die Beiträge für Mitglieder der privaten Krankenversicherung berechnen die Unternehmen nach dem Äquivalenzprinzip. Die gesamten jährlichen Aufwendungen des Versicherers spiegeln sich in einer bestimmten Beitragshöhe wieder. Altersrückstellungen werden zusätzlich gebildet, um ein altersbedingtes Ansteigen der Ausgaben zu berücksichtigen. In den Beiträgen lässt sich allerdings nur ein gewisses Kostenrisiko einkalkulieren. Kommt es zu gravierenden Veränderungen der Kosten im Gesundheitswesen oder einem erhöhten Leistungsaufwand (Schadenhäufigkeit), so ruft das Ausgabensteigerungen hervor, die später Berücksichtigung finden müssen.

Dieses Risiko kann der Versicherer kalkulatorisch nicht erfassen und muss dies zu einem jeweiligen Zeitpunkt durch die Beitragsanpassung PKV ausgleichen. Eine Beitragsanhebung PKV wird dann erforderlich, wenn der Versicherer nach einer Gegenüberstellung der kalkulierten Versicherungskosten mit den erforderlichen Versicherungsleistungen feststellt, dass die Abweichung mehr als 5 beziehungsweise 10 Prozent beträgt. Die Beitragsanpassung PKV stellt im Prinzip das Anpassen der Mitgliederbeiträge an einen geänderten Leistungsbedarf dar.

Die Tariferhöhungen werden für jeden Tarif, jedes Geschlecht und jede Altersgruppe separat kalkuliert. Daher kann innerhalb eines Tarifs zu unterschiedlichen prozentualen Erhöhungen kommen.