Kündigungsfristen

Kündigungsfristen hängen in der Regel von der Form der Kündigung ab. Bei der ordentlichen Kündigung sind drei Monate und bei der außerordentlichen Kündigung vier Wochen einzuhalten. Eine verpasste Frist führt zur Vertragsverlängerung.

Bei der Kündigung von Versicherungen sind immer auch bestimmte Kündigungsfristen einzuhalten. Nur dann ist eine Kündigung rechtmäßig und nicht anfechtbar. In der privaten Krankenversicherung kann eine private Vollversicherung in Form der ordentlichen oder außerordentlichen Kündigung sowohl vom Versicherten als auch vom Versicherer beendet werden. Eine ordentliche Kündigung ist in der Regel an Kündigungsfristen von drei Monaten gebunden. Die Bezugsgröße hierbei ist ein jeweiliges Versicherungsjahr beziehungsweise eine Mindestlaufzeit. Versicherungen sehen meist Mindestlaufzeiten von einem bis drei Jahren vor. Als Versicherungsjahr gilt einerseits ein Zeitraum von zwölf Monaten und andererseits das normale Kalenderjahr. Werden Kündigungsfristen nach einer Mindestvertragsdauer nicht eingehalten, führt dies zur Vertragsverlängerung um ein weiteres Jahr.

Außerordentliche Kündigungsrechte können unter anderem bei privaten Zusatzversicherungen wahrgenommen werden. Die außerordentliche Kündigung ist unter Einhaltung von Kündigungsfristen innerhalb eines Monats nach Beitragserhöhungen ohne adäquate Leistungsverbesserung oder bei Erhöhung von Selbstbehalten möglich.