Heilpraktiker

Ein Heilpraktiker ist ein Beruf, dessen Ausübung in Deutschland nach einer staatlichen Zulassung erlaubt, in Österreich jedoch gänzlich verboten ist. Es gibt keine klaren Ausbildungsregelungen. Geregelt ist hingegen, was erlaubt ist und was ausschließlich nur Ärzten vorbehalten bleibt.

Der Heilpraktiker wird in Deutschland seit 1939 (Heilpraktikergesetz) als Beruf anerkannt. Personen, die unter dieser Berufsbezeichnung in Deutschland tätig sein wollen, benötigen eine staatliche Erlaubnis, um sich der Heilkunde widmen zu können. Eine ärztliche Approbation ist nicht erforderlich. Der Heilpraktiker zählt zu den freien Berufen, in denen man für eigenverantwortlich tätig ist. In der Schweiz gibt es das Berufsbild Heilpraktiker in ähnlicher Weise. In Österreich verbietet das Gesetz den Beruf Heilpraktiker. Nur Ärzte dürfen dort gemäß Ärztegesetz die Heilkunst ausüben.

Der deutsche Heilpraktiker beschäftigt sich mit der allgemeinen Heilkundeausübung. Im Unterschied zum Arzt benötigt er keine vom Gesetz vorgeschriebene Ausbildung. Außerdem sind seine Befugnisse durch eine Vielzahl von Verordnungen und Gesetzen eingeschränkt. Während ein Arzt verschreibungspflichtige Arzneien verordnen darf oder Geburtshilfe leisten kann, ist dies im Heilpraktikerberuf nicht erlaubt.

Die Abrechnung der Leistungen erfolgt nach dem Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker (GebüH). In der privaten Krankenversicherung sieht nicht jeder Tarif die Erstattung von Behandlungen durch den Heilpraktiker vor. Daher sollten Versicherte vor Behandlungsbeginn eine Kostenzusage durch den Privatversicherer einholen.

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