Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker

Das Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker sichert Heilkundigen eine allgemein akzeptierte Abrechnung von erbrachten Leistungen. Mit den Patienten können jederzeit besondere Vereinbarungen über Behandlung und Kosten getroffen werden, wobei keine speziellen Höchstsätze vorgeschrieben sind.

Heilpraktiker sind auf der Grundlage des Heilpraktikergesetzes vom Februar 1939 in Deutschland tätig. In Österreich ist die Berufsausübung nicht erlaubt. Das Heilpraktikergesetz erteilt Heilkundigen die Erlaubnis zum Ausüben der Heilkunde, ohne dass diese eine ärztliche Ausbildung mit nachfolgender Zulassung als Arzt haben. Heilkundigen ist es nach einer Prüfung und Erlaubniserteilung möglich, Leiden, Krankheiten oder Körperschäden festzustellen, zu heilen oder zu lindern.

Das Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker aus dem Jahr 1985 ist im eigentlichen Sinne keine Gebührenfestlegung, da keine minimal oder maximal erlaubten Sätze bestimmt werden. Heilpraktikerleistungen können demnach zu üblichen Gebührensätzen abgerechnet werden. Das Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker schafft für den Heilkundigen eine rechtliche Sicherheit, da die aufgeführten Gebühren als allgemein akzeptiert und angemessen gesehen werden. Die privaten Versicherer erkennen alle auf der Grundlage eines anwendbaren Erstattungssatzes abgerechneten Leistungen an. Patienten können dennoch jederzeit besondere individuelle Vereinbarungen treffen.

Zu beachten ist jedoch, dass nicht jeder PKV-Tarif die Erstattung von Heilpraktikerleistungen vorsieht.

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