Abschlusskostenquote

Versicherungsgesellschaften müssen für den Abschluss von Neuverträgen bestimmte Kosten aufbringen. Der Erfolg kann versicherungsmathematisch in der Abschlusskostenquote dargestellt werden. Die Quote kann für jeden einzelnen neu abgeschlossenen Versicherungsvertrag ermittelt werden und das Verhältnis von Einnahmen und Ausgaben zeigen.

Alle Aufwendungen, die Versicherungsgesellschaften aufbringen, um neue Verträge abzuschließen, werden durch Anwendung der Versicherungsmathematik in einer Abschlusskostenquote zusammengefasst. Die Abschlusskostenquote stellt beispielsweise in der privaten Krankenversicherung in einem Verhältnis die Ausgaben einer Versicherung für den Neuabschluss von Verträgen und die eingenommenen Beiträge dar. Die Ausgaben einer Versicherung im Zusammenhang mit Vertragsabschlüssen sind alle notwendigen Kosten, die mit der Gewinnung von Neukunden verbunden sind. Zum Beispiel fallen darunter die Aufwendungen für Werbung und für Gehalt beziehungsweise Provisionen für den jeweiligen Versicherungsvertreter beziehungsweise Versicherungsvermittler.

Die Abschlusskostenquote wird auf verschiedene Weise interpretiert. Da sie nur bedingt ein eindeutiges Ergebnis liefert, müssen zusätzliche Informationen betrachtet werden. Die Entwicklung von Neuverträgen kann zeigen, dass viele neue Verträge abgeschlossen wurden, dies jedoch bei relativ niedrigen Beitragseinnahmen. Eine hohe Abschlussquote kann auch durch hohe Marketing- und Provisionskosten entstanden sein. Die Quote kann für jeden einzelnen Vertrag ermittelt werden.

Erstinformation - Erstinformationen für Versicherungsmakler gemäß § 11 VersVermV lesen und herunterladen.