Risikozuschlag

Der Risikozuschlag wird von den privaten Krankenkassen erhoben, um sich gegen die höheren Risiken von Vorerkrankungen abzusichern. Wenn der Zuschlag zum Normaltarif die künftigen Behandlungskosten nicht annähernd decken kann, wird die Mitgliedschaft verweigert.

Ein Risikozuschlag wird in vielen Bereichen des täglichen Lebens gebraucht. Bei der Aufnahme von Krediten oder bei der Durchführung von Projekten kommt er ebenso zur Anwendung wie in der privaten Krankenversicherung (PKV). Immer geht es um das Ausgleichen höherer Risiken gegenüber einem Normalfall. Bei der Antragstellung für eine Mitgliedschaft in der PKV befragt diese den Antragsteller im Rahmen einer Gesundheitsprüfung nach seinen Vorerkrankungen. Die Versicherungsbedingungen der PKV sehen bei bestimmten Vorerkrankungen einen sogenannten Risikozuschlag vor.

Wird ein Antragsteller in die Versicherung trotz Vorerkrankungen aufgenommen, zahlt er einen höheren Beitrag gegenüber der Normalprämie. Wenn die PKV der Meinung ist, dass weitere Folgebehandlungen aus der Vorerkrankung nicht mit einem Risikozuschlag zu vertreten sind, lehnt sie eine Mitgliedschaft ab. Jeder Kunde muss einem Risikozuschlag zustimmen. Ein Zuschlag wird nicht pauschal erhoben, sondern gezielt auf den ambulanten oder stationären Bereich verhängt.

Nach Ablauf einer behandlungs- und beschwerdefreien Zeit kann der Privatversicherte einen Antrag auf Überprüfung des Zuschlags auf seine Angemessenheit stellen. Im günstigsten Fall entfällt der Beitragszuschlag.

Erstinformation - Erstinformationen für Versicherungsmakler gemäß § 11 VersVermV lesen und herunterladen.