Obliegenheiten

Obliegenheiten sind spezielle Verhaltensvorschriften, die ein Versicherungsnehmer beachten muss, wenn er nicht seinen Versicherungsschutz teilweise oder vollständig gefährden möchte. Vom Krankenversicherer werden Pflichtverletzungen in solche vor und jene nach einem Schadensereignis eingeteilt.

Wird ein Versicherungsvertrag abgeschlossen, geht der Versicherungsnehmer bestimmte Verpflichtungen ein. Diese werden im versicherungsrechtlichen Sprachgebrauch als Obliegenheiten bezeichnet. Die Folge einer Verletzung von Obliegenheiten beziehungsweise Pflichten des Vertrages führt zu einer Gefährdung des Versicherungsschutzes. In der privaten Krankenversicherung hat ein Antragsteller alle maßgeblichen Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß zu beantworten. Werden beispielsweise Vorerkrankungen oder Krankenhausbehandlungen verschwiegen, kann der Versicherer die Erstattung von späteren Behandlungskosten verweigern oder den Vertrag kündigen.

Wenn sich ein Versicherungsnehmer in das Krankenhaus begibt, ist dies innerhalb von zehn Tagen nach der Behandlungsaufnahme dem Versicherer anzuzeigen. Der Versicherungsnehmer hat eine jederzeitige Auskunftspflicht, wenn es die Leistungspflicht des Versicherers erfordert. Jede versicherte Person kann der Versicherer zu einem von ihm beauftragten Arzt betreffs einer Untersuchung schicken. Eine weitere Krankenhaustagegeldversicherung bei einem anderen Versicherer darf nur mit dem Einverständnis des Versicherers abgeschlossen werden.

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