Freie Arztwahl

Die freie Arztwahl ist ein Grundzug der privaten Krankenversicherung. Jeder Versicherte darf für eine Behandlung den nach seiner Ansicht optimalsten Behandler in Anspruch nehmen. Dies gilt auch für das europäische und teilweise für das außereuropäische Ausland.

Die freie Arztwahl besteht in der Krankenversicherung sowohl in der privaten Krankenversicherung und eingeschränkt in der gesetzlichen Krankenversicherung. Die freie Arztwahl erstreckt sich für privat Versicherte auf alle niedergelassenen Ärzte und Zahnärzte. Auch Heilpraktiker im Sinne des Deutschen Heilpraktikergesetzes dürfen, wenn der Tarif nichts anderes vorgibt, in Anspruch genommen werden.

Gesetzlich Krankenversicherte dürfen lediglich jene Ärzte in Anspruch nehmen, die von der Krankenkasse zugelassen sind. Diese Ärzte sind an der kassenärztlichen Versorgung beteiligt und behandeln Versicherte nach der Vorlage der Krankenversichertenkarte (oder Gesundheitskarte) beziehungsweise eines Überweisungsscheines. Privat Versicherte sind in ihrer freien Arztwahl selbst dann nicht eingeschränkt, wenn sie ohne Überweisung den Behandler wechseln möchten. Gesetzlich Krankenversicherte können sich durch eine Zusatzversicherung (beispielsweise einer Auslandsreisekrankenversicherung) die Arztwahl bei Urlaubsreisen im Ausland sichern.

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