Allgemeine Wartezeit

Die allgemeine Wartezeit ist eine leistungsfreie Versicherungszeit und bei privaten sowie gesetzlichen Versicherern üblich. Wird diese unterschiedlich geregelte leistungsfreie Zeit überschritten, beginnt eine Leistungspflicht des Versicherers. Die private Krankenversicherung sieht einen Zeitraum ohne Leistungen von drei Monaten vor.

Die allgemeine Wartezeit gibt es bei mehreren Versicherungsformen. In der gesetzlichen Rentenversicherung gilt eine Wartezeit von fünf Jahren. Diese ist erforderlich, um mit dem Erreichen des Rentenalters eine Altersrente oder auch die Rente wegen Erwerbsunfähigkeit erhalten zu können. Die allgemeine Wartezeit in der privaten Krankenversicherung hat zur Folge, dass bestimmte Leistungen in den ersten drei oder mehr Monaten nach Versicherungsbeginn eingeschränkt sind. In diesem Zeitraum erhält der Versicherte in jedem Fall Leistungen bei einem Unfall.

Die allgemeine Wartezeit in der privaten Krankenversicherung gilt für alle ambulanten Leistungen (Medikamente, Arzt, Heilpraktiker) und für die Behandlungen in einem Krankenhaus. Während bei einem Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung keine Zeiten ohne Versicherungsleistungen zu befürchten sind, sieht dies bei einer Unterbrechung des Versicherungsschutzes (beispielsweise Auslandsaufenthalt) um mehr als zwei Monate unter Umständen anders aus. Die besondere Wartezeit in der PKV beträgt acht Monate und fällt bei Zahnbehandlungen, psychischen Behandlungen und für schwangerschaftsbedingte Aufwendungen an.