Karenzzeit

Die Karenzzeit bezeichnet einen Zeitraum zwischen einem Versicherungsereignis und einem Leistungsanspruch. Erst mit Ablauf dieser Wartezeit kann der Versicherte mit einer Leistungserbringung rechnen. Je länger die Dauer der leistungsfreien Zeit gewählt wird, desto günstiger fallen die Versicherungsbeiträge aus.

Die Karenzzeit findet sich in einigen Versicherungsprodukten. Sie ist beispielsweise in der Berufsunfähigkeitsversicherung oder der Restschuldversicherung ein Bestandteil der Konditionen. Im eigentlichen Sinn bedeutet Karenzzeit Wartezeit. In den jeweiligen Versicherungsprodukten wird sie sehr unterschiedlich in Anwendung gebracht. Versicherungsunternehmen versichern in der Regel Schadensereignisse, welche in der Zukunft auftreten. Ein bereits entstandener Schadensfall ist generell von einer Leistung ausgeschlossen. Die jeweiligen Versicherungsbestimmungen sehen für einige Versicherungen eine Karenzzeit vor, in der sie leistungsfrei sind.

Der leistungsfreie Zeitraum steht für jene Zeit zwischen Eintritt des Schadensfalls und Gewährung der eigentlichen Versicherungsleistung. Die Karenzzeit ist beispielsweise eine Komponente der Berufsunfähigkeitsversicherung: Meist wird ein Jahr als leistungsfreie Zeit vorgesehen. Eine Berufsunfähigkeitsrente zahlt ein Versicherer frühestens mit dem Ablauf dieser Zeitspanne. Je länger eine Wartezeit im Vertrag vereinbart wird, desto geringer fällt die Versicherungsprämie aus. Für den Versicherer verringert sich damit die finanzielle Belastung.

In der privaten Krankenversicherung bezeichnet die Karenzzeit den Zeitraum, ab dem die Leistungen der Krankentagegeldversicherung einsetzen. Dabei handelt es sich um die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Bei Arbeitnehmern trägt der Arbeitgeber grundsätzlich sechs Wochen die Entgeltfortzahlung bei Krankheit. Ab dem 43. Tag leistet die PKV.