Ablehnung

Wenn ein Antragsteller für eine private Krankenversicherung nicht die erforderlichen Aufnahmebedingungen erfüllt, muss er mit der seitens des Versicherers rechnen. Insbesondere Vorerkrankungen, die zu einem zu hohen versichernden Risiko führen, gelten als Ablehnungsgrund.

Die Ablehnung eines Antrages zur privaten Krankenversicherung kann mehrere Ursachen haben. Eine Ablehnung darf ein Privatversicherer aufgrund seiner allgemeinen Vertragsfreiheit vornehmen. Die private Krankenversicherung ist nicht an das Solidaritätsprinzip der gesetzlichen Krankenkassen gebunden. Bei einem privatrechtlichen Versicherungsunternehmen gibt es keine Pflichtversicherten, sondern ausschließlich freiwillige Mitglieder. Für eine Ablehnung eines Antrages auf Privatversicherung sprechen unter anderem, wenn die Voraussetzungen für eine private Vollversicherung nicht erfüllt werden können oder wenn der Versicherer das Risikopotenzial eines Antragsstellers aufgrund bestimmter Vorerkrankungen oder bestehender Krankheiten als zu hoch einstuft.

Wer Mitglied in einer privaten Krankenvollversicherung werden möchte, darf nicht der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung unterliegen. Der Antragsteller muss in der Krankenkasse freiwilliges Mitglied sein, sonst folgt jeder Antragstellung die Ablehnung. Im Falle einer Ablehnung wird der Antragsteller informiert. Eine besondere Begründung durch den Versicherer ist nicht zwingend erforderlich.

Die Ablehung kann auch aus subjektiven Gründen erfolgen, wenn z.B. der Beruf des Antragstellers zu den nicht versicherbaren Tätigkeiten zählt. So können z.B. Diskjockeys oder Kurierfahrer bei einigen privaten Krankenversicherern nicht versichert werden.

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