Pflegezusatzversicherung

Pflegezusatzversicherung - die richtige Absicherung bei Pflegebedürftigkeit

Aktuell sind rund 3,3 Millionen Menschen in Deutschland pflegebedürftig, bis ins Jahr 2050 soll die Zahl auf über 4,4 Millionen Pflegebedürftige steigen. Und dabei trifft es nicht nur ältere Menschen - bereits jeder fünfte Pflegebedürftige ist jünger als 65 Jahre. Und Pflege kostet Geld, ganz egal ob sie als häusliche Pflege mit der Unterstützung der Familie oder durch einen ambulanten Pflegedienst oder als stationäre Pflege in einem Pflegeheim durchgeführt wird. Die Kosten werden dabei aber nur teilweise von der Pflegeversicherung übernommen. Experten raten daher, sich mit einer Pflegezusatzversicherung gegen das finanzielle Risiko abzusichern. 

Die gesetzliche Pflegeversicherung in Deutschland

In Deutschland gibt es seit 1995 eine Pflegepflichtversicherung - die gesetzliche Pflegeversicherung bildet dabei die 5. Säule der deutschen Sozialversicherung. Mit ihrer Einführung wurde eine große Lücke in der Versorgung geschlossen, denn bis dahin gab es im Falle der Pflegebedürftigkeit keinerlei gesetzlichen Leistungen.

Die Pflegepflichtversicherung erbringt Leistungen bei Pflegebedürftigkeit. Je nach Schweregrad des Pflegefalls werden dabei vom Versicherungsträger Leistungen gewährt. Diese können entweder als Geldleistungen für Hilfsmittel bzw. Pflegepersonen erfolgen oder als Beteiligung an den Kosten für Pflegeheime. Die Leistungen der Pflegeversicherung reichen dabei jedoch bei weitem nicht aus, alle anfallenden Kosten für ambulante bzw. stationäre Pflegeleistungen zu decken. Eine Übersicht über die Leistungen der Pflegeversicherung finden Sie in unserem Beitrag zum Thema Pflegegrade und Leistungen der Pflegeversicherung.

Wo ist man versichert?

Die Pflegeversicherung folgt der Krankenversicherung, jede Krankenversicherung, egal ob gesetzlich oder privat, muss ihren Versicherten zusätzlich eine Pflegeversicherung anbieten:

  • Wer gesetzlich krankenversichert ist, muss auch gesetzlich pflegeversichert sein.
  • Privat Krankenversicherte müssen sich bei einer privaten Pflegeversicherung versichern. Der Leistungsumfang entspricht dem der gesetzlichen Pflegeversicherung
  • Freiwillige Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung innerhalb von drei Monaten wählen, ob sie gesetzlich oder privat pflegeversichert sein wollen.

Ausführliche Informationen zu den Kosten der Pflegeversicherung finden Sie in unserem Artikel: Pflegeversicherung - Wie hoch sind die Beiträge?

Keine vollständige Kostenübernahme

Eigenanteil kann schnell zur Belastung für die ganze Familie werden

Bei der gesetzlichen Pflegeversicherung handelt es lediglich um eine Teilversicherung, denn die tatsächlich anfallenden Kosten werden in der Regel nur in Höhe von 30 bis 50 Prozent gedeckt. Laut einer Auswertung des Verbandes der Privaten Krankenversicherungen lag bspw. der durchschnittliche monatliche Eigenanteil an den Pflegeheimkosten Anfang 2018 bei über 1750 Euro

Wer also nicht noch zusätzlich privat vorsorgt, muss im Pflegefall mit hohen monatlichen Kosten rechnen, für deren Übernahme auch die Familie herangezogen werden kann.


Wer muss bei Pflegebedürftigkeit zahlen?

Grundsätzlich muss der Pflegebedürftige zunächst einmal selbst die anfallenden Kosten tragen, die nicht von der Versicherung übernommen werden. Dazu wird das laufende Einkommen (z.B. Rente) und/ oder das Vermögen herangezogen.

Was passiert aber, wenn der Pflegebedürftige den Eigenanteil an den Pflegekosten nicht selbst tragen kann? Dafür gibt es ganz klare gesetzliche Regelungen: 

  • Kann der Pflegebedürftige nicht selbst für die Kosten aufkommen, werden Ehegatte, Lebensgefährte und Kinder in familiärer Absprache in finanzielle Verantwortung genommen.
  • Können sich die Familienangehörigen nicht auf eine Übernahme der Kosten einigen, kann der Pflegebedürftige einen Antrag auf Gewährung von Sozialhilfe stellen.
  • Das Sozialamt kommt dann nach erfolgreicher Prüfung für die Kosten auf. Allerdings nimmt das Sozialamt die Angehörigen in folgender Reihenfolge in Anspruch:
    • Ehegatte/in (§ 1608 BGB) und Lebensgefährte/in (§ 20 SGB XII)
    • Kinder/ Adoptivkinder (§§ 1601, 1606 BGB) und Ehegatte/in des Kindes (BGH XII ZR 140/07)
    • Eventuell wird auch der Lebensgefährte des Kindes zur Verantwortung gezogen (§ 20 SGB XII)
    • Eltern (§§ 1601, 1601 BGB)
    • Zum nicht unterhaltspflichtigen Personenkreis zählen z.B. Geschwister, Schwager/ Schwägerin, Onkel/ Tante, Schwiegereltern

Höhe des Elternunterhaltes
Wie hoch der Elternunterhalt ausfällt, ist abhängig von deren Einkommen und Vermögen. Grundsätzlich gilt ein Freibetrag von mindestens 1.800 Euro. Daneben gibt es für Vermögen ein sogenanntes Schonvermögen, dazu gehört bspw. die eigen genutzte Immobilie. 

Kein Kontakt schützt nicht vor Forderungen
Kinder müssen auch dann Ihre Eltern unterstützen, wenn schon seit einem längeren Zeitraum kein Kontakt mehr zu Ihnen vorhanden war. 
Kinder müssen dann nicht für Ihre Eltern finanziell einstehen, wenn den Eltern schwere Verfehlungen nachzuweisen sind. 

Pflegezusatzversicherung - Absicherung des finanziellen Risikos

Ob Pflegeleistungen von Angehörigen oder professionellen Pflegediensten in Anspruch genommen werden, eines ist sicher: Die gesetzlichen Leistungen reichen bei weitem nicht aus, um die Pflegekosten zu decken. Wer auf das Risiko eines Pflegefalls nicht vorbereitet ist, kann schnell zum Sozialfall werden. 

Lösung: Private Pflegezusatzversicherung
Einen Ausweg aus dem finanziellen Dilemma bieten private Pflegezusatzversicherungen. Dabei kann man grundsätzlich zwischen zwei verschiedenen Zusatzpolicen unterscheiden:

  • Pflegekostenversicherung
  • Pflegetagegeldversicherung

Diese Pflegezusatzversicherungen können die offenen Kosten eines Pflegeplatzes je nach Tarif bis zu 100 Prozent abdecken. Beiträge und Leistungen der Anbieter unterscheiden sich jedoch beträchtlich, hier sollte man sich vor Versicherungsabschluss genau informieren.

Worin unterscheiden sich die angebotenen Verischerungspolicen?

Pflegekostenversicherung

  • Die Pflegekostenversicherung leistet immer dann, wenn die (gesetzliche und private) Pflege-Pflichtversicherung Zahlungen erbringt.
  • Dabei kann man den Erstattungssatz, der zusätzlich versichert werden soll, wählen.
  • Wenn man die verbleibenden Restkosten z.B. vollständig abdecken möchte, sollte man eine Pflegekostenversicherung von 100 Prozent abschließen.
  • In vielen Tarifen sind oftmals Höchstgrenzen für die Erstattung vorgesehen.

Pflegetagegeldversicherung

  • Die Pflegetagegeldversicherung leistet je nach Pflegegrad ein versichertes Tagegeld. Wer z.B. ein Pflegetagegeld von 50 Euro versichert, erhält im Pflegefall eine maximale Auszahlung von 1.500 Euro im Monat.
  • Das vereinbarte Pflegetagegeld wird im Pflegefall unabhängig von den tatsächlichen pflegerischen Aufwendungen gezahlt.
  • Kostennachweise sind also nicht erforderlich.
  • Die Zahlungen hängen jedoch vom Grad der Pflegebedürftigkeit ab. So wird der volle Betrag in der Regel ist ab Einordnung in Pflegegrad 5 gezahlt, bei einem niedrigeren Pflegegrad gibt es prozentuale Abschläge und es wir ein geringerer Betrag ausgezahlt.

Welche Zusatzversicherung im eigenen Fall die richtige ist, ist immer abhängig von der eigenen Situation und den eigenen Ansprüchen an die Versicherung. 

Was kostet eine Pflegezusatzversicherung?

Die Frage nach den Kosten einer Pflegezusatzversicherung lassen sich pauschal nicht beantworten. Sie sind abhängig von der gewählten Police und Ausstattung. Ein höheres Tagegeld bei einer Pflegetagegeldversicherung führt zu einer höheren monatlichen Belastung als ein geringeres Tagegeld, das gleiche gilt bei der Absicherung der Restkosten bei einer Pflegekostenversicherung. 

Checkliste: Was macht eine gute private Pflegezusatzversicherung aus?

Wer sich für eine Pflegezusatzversicherung entscheidet, sollte beim Vergleichen der Versicherungspolicen einige wichtige Punkte berücksichtigen: 

  • Leistungen ab Pflegegrad I: Besonders günstige Tarife leisten erst ab einem höheren Pflegegrad, vorher müssen die zusätzlichen Kosten selbst getragen werden. Daher: Gute Tarife zahlen bereits bei Pflegegrad I den vollen Satz.
  • Kurze Wartezeiten: Während der vertraglich vereinbarten Wartezeit, müssen Sie zahlen, haben aber keinen Versicherungsschutz. Laut Versicherungsbedingungen muss der Versicherer erst nach Ablauf der Wartezeit leisten. Achten Sie auf eine möglichst kurze Wartezeit.
  • Nachweis der Pflegebedürftigkeit: Reicht der Bescheid der gesetzlichen Pflegeversicherung aus oder wird ein separates Gutachten benötigt? Gute Anbieter erkennen den Bescheid der gesetzlichen Pflegekasse an.
  • Übernahme des Pflegegrades: Der im Pflegebescheid festgestellte Pflegegrad sollte von der private Pflegeergänzungsversicherung übernommen werden.
  • Demenz: Pflegezusatztarife sollten bereits bei Pflegegrad 1 im Falle einer Demenz einspringen.
  • Beitragsbefreiung im Pflegefall: Tritt der Pflegefall ein, sollte die Beitragspflicht für die Pflegezusatzpolice enden. Viele Tarife sehen bereits ab Pflegegrad I die Beitragsbefreiung vor, andere setzen erst später ein.
  • Leistungen bei häuslicher Pflege: Achten Sie darauf, dass der Tarif gleiche Leistungen für ambulante (häusliche) und stationäre Pflege vorsieht, denn die Kosten fallen unabhängig vom Ort der Versorgung an.
  • Ausbau der Versicherungsleistungen: Die Leistungen des Vertrags sollten regelmäßig an die steigenden Pflegekosten angepasst werden können - und zwar ohne erneute Gesundheitsprüfung.
  • Lebenslanger Schutz: Die Pflegeleistungen aus der Zusatzversicherung sollten lebenslang gezahlt werden.
  • Welt- oder Europageltung: Der Tarif sollte auch leisten, wenn Sie ins (außer-)europäische Ausland verziehen. Achten Sie auf den Passus, wenn Sie Ihren Wohnsitz im Alter ins Ausland verlagern.
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Fragen und Antworten zum Thema Pflege

IVFP-Test 01/2015: Institut bewertet private Pflegetagegeld-Anbieter

Was wurde getestet?

Das Institut für Vorsorge- und Finanzplanung (IVFP) wurden 28 private Pflegetagegeldpolicen von 28 Anbietern ohne staatliche Förderung analysiert. In die Bewertung flossen die Teilbereiche Unternehmensbewertung (25%), Preis-Leistungs-Verhältnis (50%), Flexibilität (15%) und Transparenz und Service (10%) ein. Beim Test wurden lediglich Anbieter berücksichtigt, deren Tarife Leistungen in allen Pflegestufen anbieten. Dazu wurden die Tarifdetails für drei Modellkunden im Alter von 30, 45 und 60 Jahren abgefragt. 

Wer sind die Testsieger?

  • Allianz PKV: Tarif Allianz PflegetagegeldBest, Note: 1,3
  • Concordia: Tarif Concordia Pflegetagegeld, Note: 1,6
  • Hallesche: Tarif OLGAflex, Note: 1,6
  • HanseMerkur: Tarif Private Pflegezusatz, Note: 1,6
  • Union: Tarif PflegePREMIUM Plus, Note: 1,6

Kann man Pflegekosten steuerlich geltend machen?

Pflegekosten: Steuerliche Vorteile reduzieren Gesamtkosten
Im mehreren Grundsatzurteilen des Bundesfinanzhofs wurde festgehalten, dass einige Pflegekosten als außergewöhnliche Belastungen bewertet werden und sich bei der Einkommensteuererklärung abziehen lassen Dazu gehören beispielsweise Dienstleistungen, bei denen Hilfestellungen beim Kochen, beim Betreuen oder beim Pflegen berechnet werden.

Zu den Voraussetzungen für eine steuerliche Erleichterung zählt auch, dass Pflegedienstleistungen in der Wohnung des Betroffenen durchgeführt werden müssen. Informationen erhalten Versicherte und pflegende Angehörige unter anderem auch bei den Pflegestützpunkten, die flächendeckend in Deutschland eingerichtet wurden.

Staatliche Zulagen für private Pflegevorsorge

Seit 2013 fördert der Staat die private Pflegevorsorge (Pflege-Bahr). Jeder, der das Pflegefallrisiko privat mit der Zusatzversicherung absichert, erhält eine staatliche Zulage. Vom Staat erhalten Sie 5 Euro für die ergänzende Pflegeversicherung, wenn Sie mindestens 10 Euro im Monat einzahlen. Jeder erhält ohne Gesundheitsprüfung einen Pflegevertrag. Leistungen gibt es erstmals nach fünf Jahren. In Summe mindert sich die Versorgungslücke durch die gesetzlichen Pflegeleistungen und privatem Pflegetagegeld. Für eine Komplettabsicherung ist jedoch der Abschluss einer weiteren Zusatzversicherung notwendig.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unserem Beitrag "Staatliche Förderung der privaten Pflegezusatzversicherung". 

Wann ist jemand pflegebedürftig?

Mit dem zweiten Pflegestärkungsgesetz wurde zum 1.1.2017 ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff eingeführt (§ 14 SGB XI) . Ziel war es dabei unter anderem, die Ungleichbehandlung von psychisch bedingten und körperlich bedingten Beeinträchtigungen bei der Bewertung der Pflegebedürftigkeit aufzuheben. 

Gemäß der neuen Definition gilt ein als Mensch als pflegebedürftig, wenn er für die Verrichtung der alltäglichen und regelmäßig wiederkehrenden Aufgaben in seinem Alltag im erheblichen oder zumindest im höheren Umfang die Hilfe Dritter benötigt. Dabei ist es für den Status der Pflegebedürftigkeit unerheblich, ob die Notwendigkeit der Hilfe auf eine körperliche, eine geistige beziehungsweise eine seelische Krankheit oder Behinderung beruht.  

Pflegebedürftig nach dem Gesetz sind seit 2017 also "...Personen, die gesundheitlich bedingte Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten aufweisen und deshalb der Hilfe durch andere bedürfen. Es muss sich um Personen handeln, die körperliche, kognitive oder psychische Beeinträchtigungen oder gesundheitlich bedingte Belastungen oder Anforderungen nicht selbständig kompensieren oder bewältigen können."(§ 14 SGB XI (1)). 

Wichtig ist es, dass der Pflegebedarf auf Dauer besteht. Diese Bedingung gilt laut Gesetzgeber erfüllt, wenn der Pflegebedarf mindestens für einen Zeitraum von mindestens 6 Monaten vorliegt.

Für die Feststellung, Beurteilung und Einteilung der Pflegebedürftigkeit wurden vom Gesetzgeber neue Kriterien festgelegt.  

Was ist eine Pflegerentenversicherung?

Bei einer Pflegerentenversicherung wird bei Eintritt des Versicherungsfalls eine monatliche Rente ausgezahlt. Die Höhe der bei Vertragsabschluss festgelegten Pflegerente ist dabei abhängig vom jeweiligen Pflegegrad. Es besteht auch die Möglichkeit, sich die Rente in Form einer Einmalzahlung auszahlen zu lassen. 

Welche Ansprüche hat man im Pflegefall gegenüber der gesetzlichen Pflegeversicherung

In Abhängigkeit vom Ausmaß der Pflegebedürftigkeit und der persönlichen Situation des Pflegebedürftigen sowie seiner Angehörigen ist es möglich, dass die Pflege im häuslichen Umfeld oder in einer vollstationären Einrichtung, in der Regel handelt es sich dabei um ein Pflegeheim, erfolgt.

Je nach gewählter Pflegeform hat der Pflegebedürftige beziehungsweise dessen Angehörige verschiedene Leistungsansprüche. Zu den wichtigsten Ansprüchen zählen:

  • Zahlung von Pflegegeld für die häusliche Pflege durch selbst beschaffte Pflegepersonen,
  • Übernahme der Kosten für Pflegesachleistungen bei einer häuslichen Pflege durch einen ambulanten Pflegedienst,
  • Übernahme der Kosten für die Leistungen bei vollstationärer Pflege.

Neben diesen Leistungen sind noch viele andere Leistungen wie zum Beispiel Kombileistungen sowie Angebote der Kurzzeitpflege, zum Beispiel wenn sich die pflegenden Angehörigen im Urlaub befinden, möglich.

Dabei gilt jedoch zu beachten, dass der Leistungsanspruch von der vorliegenden Pflegebedürftigkeit abhängig ist und die Leistungshöhen aufgrund des ermittelten Pflegegrades festgelegt werden und die tatsächlich entstehenden Kosten nur teilweise abdecken.

Die Differenz zwischen tatsächlich anfallenden Kosten und Leistungen der Pflegepflichtversicherung muss der Pflegebedürftige selbst tragen, sofern er nicht privat mit einer Pflegezusatzversicherung vorgesorgt hat. 

Wie wird die Pflegebedürftigkeit festgestellt?

Für die Feststellung der Pflegebedürftigkeit und dem sich daraus ergebenden Pflegegrad ist bei gesetzlich Versicherten der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) zuständig, bei privat versicherten Personen übernimmt diese Aufgabe die Organisation MEDICPROOF.

Damit bei der Feststellung der Pflegebedürftigkeit gemeinsame Standards eingehalten werden, hat der Gesetzgeber einheitliche Begutachtungsrichtlinien für die Beurteilung eingeführt. Mittels dieser Richtlinien ist es möglich, den individuellen Pflege- und Hilfebedarf zu ermitteln. Ausführliche Informationen zu den Beurteilungskriterien und den verschiedenen Pflegegraden finden Sie unserem Beitrag "Pflegebedürftigkeitsbegriff und Beurteilungsverfahren".