Pfändung von Renten

Wie bei Löhnen und Gehältern besteht auch bei Renten die Möglichkeit der Pfändung, wodurch ein Teil der monatlichen Auszahlung der Rente direkt an die Gläubiger gezahlt wird. Bei der Pfändung von Renten muss die Pfändungsfreigrenze beachtet werden.

Um die Pfändungsfreigrenze eines Rentners ermitteln zu können, wird dessen persönliche Situation beachtet. Wohnkosten und Lebenserhaltungskosten sollen mit dem nicht pfändbaren Betrag gesichert und leistbar sein. Das heißt, durch höhere Kosten für aufwendige medizinische Versorgungen oder Unterhaltungszahlungen kann die Freigrenze für die Pfändung von Renten erhöht werden.

Gepfändet werden darf nur jener Teil der Rente, der über der Pfändungsfreigrenze liegt, unerheblich davon, ob sich dieser Betrag nur aus der Rente oder auch einem eventuellen Zusatzeinkommen zusammensetzt.

Unterhaltspflichtige Mitglieder im Haushalt erlauben ebenfalls eine Erhöhung der Freigrenze. Die Pfändungsfreigrenze ist ein Beschluss des Gesetzgebers, der dazu dient, Rentner und auch Arbeiter sowie Angestellte zu schützen und ihnen in finanzieller Hinsicht einen bestimmten Teil der Rente bzw. des Einkommens zur Bestreitung des Lebensunterhalts zu lassen.