Abschlag bei Erwerbsminderungsrente

Wird die Erwerbsminderungsrente vor der Vollendung des 63. Lebensjahres in Anspruch genommen, so muss der Versicherte einen Abschlag für Erwerbsminderungsrente in Kauf nehmen. Dies liegt vor allem daran, dass der Versicherte zu wenig Beitragsjahre nachweisen kann.

Der Abschlag für Erwerbsminderungsrente wird dadurch erklärt, dass die Rente früher in Anspruch genommen wird als im Regelfall. Die Rentenabschläge werden gestaffelt. Je früher man in Rente geht, umso höher sind die Abschläge. Bei der Erwerbsminderungsrente werden für jeden Monat vor der Vollendung 63. Lebensjahres 0,3 Prozent abgezogen. Allerdings gilt hier ein maximaler Abschlag von 10,80 Prozent.

Wird die Erwerbsminderungsrente erst nach der Vollendung des 63. Lebensjahres in Anspruch genommen, so werden keine Abschläge abgezogen. Derzeit müssen 36 Jahre Pflichtbeiträge nachgewiesen werden, um mit 63 Jahren vorzeitig die Erwerbsminderungsrente abschlagsfrei zu erhalten. Ab 2024 wird diese Grenze auf 40 Beitragsjahre angehoben. Hier erfolgt eine schrittweise Anpassung. Wird nach der Erwerbsminderungsrente die Altersrente bezogen, so gelten die Abschläge auch dann noch.