Rentensplitting

Das vom 1.1.2002 an geltende Recht gestattet es Ehegatten, unter bestimmten Voraussetzungen zwischen der Witwen- bzw. Witwerrente und einem neu eingeführten Rentensplitting zu wählen. Das Rentensplitting weist teilweise Ahnlichkeiten zum Versorgungsausgleich in Scheidungsfällen auf.

Beim Rentensplitting kann durch übereinstimmende Erklärung beider Ehegatten eine partnerschaftliche Aufteilung der gemeinsam in der Splittingzeit erworbenen Rentenanwartschaften erreicht werden. Die Splittingzeit umfasst die Monate von der Eheschließung bis zum Leistungsbeginn (z. B. auf Vollrente wegen Alters). Mit der verbindlichen Entscheidung für das Rentensplitting schließen die Ehegatten die spätere Zahlung einer Witwen- oder Witwerrente aus. Insofern muss vorher im Einzelfall geprüft werden, welche Leistungsform für die Betroffenen günstiger ist.

Grundsätzlich können sich Ehegatten für das Rentensplitting erst entscheiden, wenn ihr Versicherungsleben abgeschlossen ist. Das ist z. B. der Fall, wenn beide erstmals einen Anspruch auf Volirente wegen Alters haben. Sollte ein Ehegatte schon vorher sterben, kann der Uberlebende die Erklärung auf Durchführung des Rentensplittings allein abgeben.

Die Durchführung des Rentensplittings ist nur zulässig, wenn die Ehe entweder nach 2001 geschlossen worden ist oder — bei früherer Eheschließung — beide Ehegatten nach dem 1 .1 .1962 geboren sind. Weitere Voraussetzung für das Rentensplitting sind grundsätzlich 25 Jahre rentenrechtliche Zeiten bei beiden Ehegatten. Verstirbt ein Ehegatte genügen die 25 Jahre allein beim Uberlebenden; es werden dann — in einem besonderen Verfahren — Zeiten hinzugerechnet.

Im Rahmen der seit 1 .1 .2005 vollzogenen Einbeziehung eingetragener Lebenspartner in die Hinterbliebenenversorgung der gesetzlichen Rentenversicherung ist analog für diesen Personenkreis auch die Inanspruchnahme des Rentensplittings möglich.