Rendite

Die Rendite verdeutlicht, in welchem Verhältnis spätere Rentenleistungen den eingezahlten Beiträgen gegenüberstehen. Die Bestimmung der Rentabilität der Beiträge erfolgt nach dem mathematischen Aquivalenzprinzip, bei dem der Barwert der eingezahlten Beträge dem Barwert der künftigen Rentenleistung gegenübergestellt wird. Die Rendite ist dann der Zinssatz der zur „Aufzinsung“ der Beiträge benötigt wird, um eine Aquivalenz (Gleichwertigkeit) zwischen dem Barwert der Beiträge und dem Barwert der Rentenleistung herzustellen.

Bei einem Standardrentner („Eckrentner“) mit 45 Beitragsjahren auf der Basis des allgemeinen Durchschnittsentgelts ergeben sich für jetzt bewilligte Altersrenten Renditen von 3,96 bis 4,71 %. Ledige Männer haben die niedrigste, Frauen — bedingt durch die höhere Lebenserwartung — die höchste Rendite. Bei Rentenzugängen des Jahres 2040 ergeben sich nach derzeitigen Berechnungen Renditen von 3 % für Männer und 3,6 % für Frauen.

Die Prozentangaben beziehen sich auf reine Beitragszahlungen ohne Berücksichtigung weiterer beitragsfreier Zeiten oder der Berücksichtigungszeit.

In der Realität weisen fast alle Versicherungsverläufe auch rentensteigernde Zeiten auf, die nicht auf eigenen Beitragszahlungen beruhen. Diese rentenrechtlichen Zeiten, deren Anrechnung und Bewertung durch Beitragszahlungen zusätzlich beeinflusst werden, führen zu einer nicht unerheblichen Steigerung der Rentabilität.

Die Altersvorsorge darf sich jedoch nicht allein an rein renditebezogener Vermögensbildung orientieren. Zusätzlich müssen — wie in der Rentenversicherung — auch die wirtschaftlichen Risiken von Erwerbsminderung (,‚Invalidität“), vorzeitigem Tod und individuell hoher Lebenserwartung
gesichert sein.

Nicht identisch mit einer Rendite ist der sog. Rentenertrag, mit dem der unmittelbare prozentuale Jahresgewinn aus einem soeben eingezahlten Beitrag ausgedrückt wird.