Lohnabzugsverfahren

Bei versicherungspflichtigen Beschäftigten ist der Arbeitgeber dazu verpflichtet, Beiträge zur Sozial- und Arbeitslosenversicherung vom Bruttolohn abzuziehen und diese Beträge dann an die zuständigen Versicherungen zu übermitteln. Das Lohnabzugsverfahren dient der Einbehaltung der Lohnsteuer.

Der Arbeitgeber behält die Pflichtanteile des Arbeitnehmers wie Kranken-, Pflege-, Renten- oder Arbeitslosenversicherung ein, indem er diese durch das Lohnabzugsverfahren vom Bruttolohn abzieht. Zusammen mit den Arbeitnehmeranteilen muss er diese an die zuständige Stelle abführen.

Der Arbeitnehmer erhält mit der Lohnabrechnung eine genaue Aufstellung von Brutto- und Nettolohn, in der die Abzüge bzw. die Arbeitnehmeranteile klar ersichtlich sind. Die Aufgabe der Krankenkassen besteht darin, die erhaltenen Beiträge des Arbeitgebers weiterzuleiten. Verfügt ein Beschäftigter über keine Krankenkasse, muss der Arbeitgeber eine Krankenkasse wählen und an diese die Beiträge abführen.

Die jeweilige Höhe des Anteils am Lohn, den der Arbeitgeber abzieht und weiterleitet, ist abhängig vom Einkommen des Arbeitnehmers. Das Lohnabzugsverfahren kommt bei versicherungspflichtigen Beschäftigten zum Einsatz und dient der Ermittlung des Gesamtsozialversicherungsbeitrags, der für die zuständigen Krankenkassen bestimmt ist.