Erziehungszeiten

Bleibt ein Elternteil nach der Geburt des Nachwuchses zu Hause und geht keiner Beschäftigung nach, so werden diese Erziehungszeiten auf die Rente angerechnet. Dies gilt auch dann, wenn es adoptierte Kinder oder Pflegekinder sind.

Die Erziehungszeiten betragen für Kinder, die nach dem 1. Januar 1992 geboren wurden, drei Jahre. Es werden für jedes Kind 36 Monate angerechnet, auch wenn sich diese überschneiden. Die Anrechnung erhält grundsätzlich die Mutter. Sollen sie dem Vater angerechnet werden, ist eine übereinstimmende Erklärung von beiden Elternteilen erforderlich, die jedoch maximal zwei Monate im Nachhinein beim zuständigen Amt eingereicht werden muss.

Für die Anrechnung der Erziehungszeit wird ein durchschnittlicher Verdienst herangezogen, wobei das durchschnittliche Jahreseinkommen von allen Versicherten in der Rentenversicherung die Grundlage dafür bildet. Durch den aktuellen Wert von 32.000 Euro durchschnittlichem Jahreseinkommen werden derzeit 27,47 Euro bzw. 24,37 Euro für die Rente angerechnet. Damit die Kindererziehungszeiten auch angerechnet werden, bedarf es eines entsprechenden Antrages, der beim Rentenversicherungsträger gestellt werden muss.