Durchschnittsentgelt

Als Rechengröße in der deutschen Sozialversicherung markiert das Durchschnittsentgelt das durchschnittliche Einkommen aller Versicherten. Die durchschnittlichen Werte werden dabei jährlich aufgrund der aktuellen Lohnentwicklung angepasst. Aufgrund unterschiedlicher Einkommensverhältnisse erfolgt eine Anhebung der Werte in den neuen Bundesländern auf Westniveau.

Als Durchschnittsentgelt wird das durchschnittliche Einkommen aller Versicherten in der gesetzlichen Rentenversicherung bezeichnet. Bei der Berechnung des durchschnittlichen Entgeltes erhält man also einen Mittelwert, der sich automatisch dem aktuellen Bruttolohnniveau anpasst. Dieses Durchschnittsentgelt wird verwendet, um die sogenannten Entgeltpunkte für die gesetzliche Rentenversicherung zu ermitteln: Das Durchschnittsentgelt entspricht dabei einem Punkt.

Wer weniger verdient als der Durchschnitt, bekommt beispielsweise 0,5 Punkte angerechnet. Höhere Einkommen erhalten bis zu zwei Punkte. Dabei wird das persönliche Jahresentgelt immer zu dem durchschnittlichen Einkommen aller Versicherten ins Verhältnis gesetzt. Die Summe aller Entgeltpunkte ist wiederum ausschlaggebend für die spätere Rentenhöhe. Das durchschnittliche Entgelt aller Versicherten in der Rentenversicherung bestimmt zudem die Bezugsgröße, die in der Sozialversicherung durch jährliche Anpassung unter anderem die Einkommensgrenzen in der Krankenversicherung bestimmt.