Bemessungszeitraum

In der deutschen Rentenversicherung ist grundsätzlich jener Kalendermonat der Bemessungszeitraum für das Übergangsgeld, der einer medizinischen Rehabilitation vorangeht bzw. in dem vor der Arbeitsunfähigkeit zuletzt abgerechnet wurde. Dieser kann auch bis zu drei Jahren in der Vergangenheit liegen.

Im Rahmen einer Rehabilitation wird dem Versicherten das Übergangsgeld gewährt, das den Lebensunterhalt sichern soll, während der Versicherte medizinisch rehabilitiert wird oder arbeitsunfähig ist. Die Höhe des Übergangsgeldes orientiert sich am letzten Verdienst, wobei der Rehabilitation bzw. der Arbeitsunfähigkeit ein Zeitraum vorausgeht, der für die Berechnung herangezogen wird. Dieser Zeitraum stellt den Bemessungszeitraum dar.

Bei versicherungspflichtigen oder pflichtversicherten Personen wird hierfür der letzte Kalendermonat vor der Rehabilitation berücksichtigt, während bei Selbstständigen oder auch freiwillig Versicherten das Einkommen des letzten Kalenderjahres für die Berechnung des Übergangsgeldes Verwendung findet. Die Höhe des Einkommens während dieses Zeitraums, für den Beiträge entrichtet wurden, bildet die Grundlage für die Ermittlung des Übergangsgeldes. Dieser Zeitraum für die Bemessung kann bis zu drei Jahre zurückliegen, wenn zum Beispiel Umschulungen stattfanden.