Ausbildung und Rente

Während der Berufsausbildung ist man in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert. Mit der Rentenreform wurden die Rentenansprüche für Ausbildung und Rente jedoch angepasst. Wer länger eine Ausbildung absolviert, muss heute teilweise Einbußen bei der Rentenberechnung in Kauf nehmen.

Für Ausbildung und Rente gilt: Ausbildungszeiten sind automatisch Beitragszeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung. In diesen Beitragszeiten leistet man einen einkommensabhängigen Pflichtbeitrag, der später in die Rentenberechnung einfließt. Mit der letzten Rentenreform wurden die Ausbildungszeiten, die bei der Rentenberechnung berücksichtigt werden, jedoch eingeschränkt.

Heute gelten somit nur noch Studienzeiten und bis zu acht Jahren Schulausbildung ab dem 17. Lebensjahr als Anrechnungszeiten. Wer länger studiert oder eine Berufsausbildung absolviert, muss eine Kürzung der späteren Rentenhöhe in Kauf nehmen, da sich diese Zeiten nicht mehr rentensteigernd auswirken. Für einen Großteil der Auszubildenden haben die neuen Regelungen seit 2009 aber keine Auswirkungen: Ausbildung und Rente wirken sich nur außerhalb der Regelzeiten negativ auf den Rentenanspruch aus. Für den Fall, dass eine spätere Kontenklärung für einen Rentenanspruch aus der Ausbildungszeit notwendig sein sollte, empfiehlt es sich, alle Dokumente aus der Ausbildungszeit gut aufzubewahren.