Arbeitsförderung

Arbeitsförderung ist der neue Begriff für die Arbeitslosenversicherung. Als eigenständiger Zweig der deutschen Sozialversicherung erbringt die Arbeitslosenversicherung unterschiedliche Leistungen wie ALG I und sichert in Zeiten der Beschäftigungslosigkeit die Rentenansprüche.

Nach dem gleichnamigen Sozialgesetzbuch III werden die Leistungsbereiche der Arbeitslosenversicherung heute unter dem Begriff Arbeitsförderung zusammengefasst. Grundsätzlich stellt die Arbeitslosenversicherung dabei eine Pflichtversicherung für abhängig Beschäftigte dar, deren Beiträge jeweils zur Hälfte vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer erbracht werden. Der Beitragssatz beläuft sich auf drei Prozent vom sozialversicherungspflichtigen Bruttoentgelt.

Neben Entgeltersatzleistungen wie ALG I umfasst der Leistungskatalog zur Arbeitsförderung auch Maßnahmen wie die Arbeitsvermittlung und Berufsberatung. Für Zeiten der Beschäftigungslosigkeit gilt: Durch die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung entsteht ein Anspruch auf Arbeitslosengeld und begleitende Sozialversicherungsleistungen wie Beiträge zur Rentenversicherung. Da ALG I jedoch nur anteilig zu der vorherigen Einkommenshöhe berechnet wird, ergibt sich auch automatisch ein niedrigerer Rentenbeitrag mit späteren Einbußen bei der Rentenhöhe. Dieser Rentenbeitrag wird für die Dauer der Arbeitslosigkeit von der Arbeitsagentur an den zuständigen Rentenversicherungsträger gezahlt.